Nichtmedikamentöse Schmerztherapie als unterstützende Behandlung ärztlicher Versorgung

Ganzheitlich, Individuelle Behandlung und Prävention von akuten und chronischen Schmerzen, insbesondere:

  • Kopf- Gesichtsschmerzen (Migräne, Cluster-Spannungskopfschmerzen)
  • Schmerzen in Schulter, Nacken und oberem Rücken

1. Einleitende Analyse

Die Schmerztherapie hat sich in den letzten Jahrzenten zu einem Spezialgebiet der Medizin entwickelt. Viele Kliniken stellen speziell ausgebildete Schmerzteams zusammen und führen Schmerzambulanzen, in denen Schmerzen ausgesprochen differenziert untersucht und behandelt werden. Dabei ist zu beobachten, dass Schmerzen individuell höchst unterschiedlich beschrieben, empfunden und gelebt werden.

Schmerzen gehen in der Regel mit Emotionen und vorwiegend mit Ängsten (oder auch mit Aggressionen) einher. Insbesondere die Angst vor dem Wiederkehren des Schmerzes führt zum Vermeiden schmerzauslösender Bewegungen und so letztlich zu einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten von Bewegung. Dies bewirkt die Dysfunktionale Schwächung der Muskulatur. Außerdem führt Angst zu verstärkter muskulärer Anspannung. Häufig führen chronische Schmerzen (insbesondere das Erleben, dem Schmerz ausgeliefert zu sein) zu depressiven Verstimmungen, welche wiederum die Schmerzen unterhalten bzw. verstärken können. So kann es zu einem Teufelskreis des Schmerzes kommen.

2. Grundlagen Psychologischer Schmerzbewältigung

Es ist zu beobachten, dass Schmerzen eher in Stress- und Belastungssituationen auftreten. Umgekehrt zeigt sich, dass im Zustand der Entspannung die wahrgenommene Schmerzintensität abnimmt und somit als positives Erleben im Gedächtnis gespeichert wird. Die Anwendung von speziellen Entspannungsverfahren können eine Körpererfahrung, wie die der hypnotischen Trance bewirken. Aus neurowissenschaftlicher Perspektive besteht heute Übereinstimmung darüber, das Hypnose ein neurobiologisch bzw. hirnphysiologisch erfassbares Korrelat darstellt (Halsband 2009) und hypnotische Phänomene mit veränderten mentalen Verarbeitungsmechanismen einhergehen, die sich deutlich von denen des Alltagsbewusstseins und dem Schlaf unterscheiden (Revensdorf 2005).

Modernste Technik erlaubt es, diese hirnphysiologischen Auswirkungen zu erfassen und sichtbar zu machen. Damit wird Hypnose als neurobiologisch nachweisbar veränderter Bewusstseinszustand belegt.

Aus EEG - Ableitungen unter Hypnose ist bekannt, dass die hypnotische Trance einem entspannten Wachzustand mit erhöter Alpha- Tätigkeit gleicht. Zusätzlich sind durch verschiedene Messtechniken (MRT, PET, PECT) differenzierte Aussagen über die veränderte Hirnaktivität möglich. Aufgrund einer Dämpfung des sympatischen Erregungsniveaus bei gleichzeitiger Erhöhung der parasympathischen Erregung sind folgende physiologische Veränderung autonomer Reaktionen zu beobachten:

  • Verminderung der Atemfrequenz
  • Senkung der Pulsfrequenz
  • Abnahme des systolischen Blutdrucks
  • Veränderung der Körpertemperatur
  • Senkung der im Elektromyogramm erfassten Muskelaktivität

Zudem wird das Immunsystem direkt wie indirekt beeinflusst. So werden unter anderem weniger Stesshormone ausgeschüttet (Reduktion des Plasmakortisols und der Katecholamine Adrenalin / Noradrenalin im Blutspiegel), womit indirekt das Immunsystem gestärkt wird. Etwa 2 Stunden nach der Hypnose wird eine Differentialblutverschiebung beobachtet, eine Zunahme von Lymphozyten (B, T-Zellen) und eine Abnahme von Neutrophilen (Bongartz, 1996).
Es ist also eine direkte Steigerung der Immunbereitschaft des Organismus in hypnotischer Trance nachgeweiesen.

3. Konzept

3.1. Angebot

  • Einzelsitzungen
    • Einschätzung und Erfassung der Schmerzen nach Expertenstandard
    • Schmerzmessung Nummerus Rating Scala (NRS)
    • Körperliche Untersuchung nach Ida Rolf (Rolfing)
    • Schmerzanamnese
    • Schmerzmanagement in der Pflege und der Leitlinien der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS)
    • Gespräch und Beobachtung
    • Tiefenentspannende, neuromuskuläre Massage in Kombination mit Klangschalen und Entspannungselementen
    • Anleitung und Schulung in Autosuggestion
  • Kursangebote zur individuellen Findung der passenden Entspannungstechnik
  • Anleitung von Gruppen in unterschiedlichen Entspannungsverfahren

3.2 Therapietechnik

  • Neuromuskuläre Massage mit Techniken der:
    • Akupressur, Craniosacralarbeit
    • Meridiane Massage
    • tiefer struktureller Massage (Esalen, Rolfing)
    • Reflexologie
  • Klangschalen und Entspannungselemente
    • Hypnose nach Erickson
    • Autogenes Trainung
    • Progressive Muskelrelaxation
    • Yoga Nidra
  • Beratung und Unterstützung des Patienten auf dem Weg des Heilungsprozesses und Aktivierung der Selbstheilungskräfte
  • Positive Beeinflussung der Schmerzwahrnehmung durch kognitiv-emotionale Verabeitung, Schmerzlinderung, Gate- Control- System, Affirmation von positiven Suggestionen

3.3. Behandlungsziele

  • Linderung von Schmerzen
  • Reduzierung der Schmerzmittel
  • Funktionsverbesserung, Funktionserhaltung
  • Lösen von Blockaden und Verspannungen
  • Förderung der Eigenaktivität
  • Tiefenentspannung von Körper und Geist

"Patienten tragen Ihren eigenen Heiler in sich. Sie kommen zu uns und wissen nichts von dieser Wahrheit. Das Beste was wir tun können ist, dem inneren Heiler unserer Patienten die Chance zu geben, seine Arbeit zu tun"

(Albert Schweizer)